Ferkelkopf

"Arme Sau - Das Geschäft mit dem Erbgut"

Der Vortrag von Herrn Christoph Zimmer (siehe unten) mit anschließender Vorführung des Filmes „Arme Sau – Das Geschäft mit dem Erbgut“ fand am Donnerstag, 1. März 2007 statt. Über 50 Personen diskutierten mit Herrn Zimmer und unserer BI über die Anmaßung Monsantos Patete auf das Schwein zu beanspruchen.

Ein Film von Christian Jentzsch, Redaktion: Barbara Schmitz

Genforscher des großen amerikanischen Biotechnologie-Konzerns Monsanto haben bestimmte Abschnitte des schweinischen Erbgutes entschlüsselt und beschrieben. Diese wollen sie nun weltweit als Patent anmelden. Im Falle einer Erteilung wäre Schweinezucht nur noch mit der Genehmigung des Konzerns möglich. Das alarmiert die deutschen Züchter.

Deutsche Züchter sind alarmiert, Christoph Zimmer befürchtet, dass auch bei seinen Sauen und Ferkeln diese Gene längst vorhanden sind. „die story“ folgt ihm auf seinem Weg durch deutsche Schweineställe. Mit DNA-Tests will er beweisen, dass in den Patentanträgen keine Erfindungen stehen, sondern dass hier ein Teil Natur, nämlich das ganz normale Schwein, in die Hände einer einzigen Firma fallen soll. Die Konsequenz für die Bauern: Würde das Patent genehmigt, müssten sie für jedes Schwein, das diese Genmarker trägt, Geld an Monsanto überweisen. Bei Futtermitteln, wie z.B. dem Genmais, ist das längst der Fall.

Aber es ist nicht nur die Frage des Geldes, der „die story“ nachgeht, sondern auch die Frage, welche Risiken diese Nahrungsmittel für den Verbraucher haben. In Amerika gibt es bereits Fälle von Unfruchtbarkeit bei Tieren, die mit dem entsprechenden Genmais gefüttert wurden. Was geschieht mit dem Menschen, wenn er das Schwein isst?

Die Prognose von deutschen Genforschern lautet: Kleine Züchter werden wohl bald aufgeben müssen, weil weltweit nur noch ein paar große Konsortien im Wettstreit um ein marktgerechtes Schwein erfolgreich sein werden.

aus einer Filmbeschreibung des WDR
http://www.wdr.de/tv/diestory/061009.phtml

Herr Christoph Zimmer ist Produktionsleiter des Schwäbisch Hällischen Qualitätsfleischprogramms und hielt einen Vortrag zum aktuellen Stand des Patentantrages.

Informationen von Greenpeace zu Monsantos Patentanmeldungen auf Schweine:

Monsanto-Schweine-Patent-1
Monsanto-Schweine-Patent-2

Liste für Bezugsquellen von gentechnikfreien Futtermitteln in Norddeutschland:

gentechnikfreie Futtermittel

"Arme Sau "
Patente auf Schweine

Projekt
"GENaue Betrachtung"

Volksinitiative

Monsanto in
Schuby 2007

Risiken der Agrogentechnik

Verbraucher als Versuchskaninchen

Landwirtschaft

ökonomisch uninteressant

nicht zukunftsfähig

Welthungerproblem

Haftungsfrage

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